Beitrag im «Bieler Tagblatt» vom 1.10.2020

Als eine der wenigen Sportarten konnten die Schwinger in diesem Jahr keine Wettkämpfe bestreiten. Für 2021 aber fordern Klubs und Aktive eine Rückkehr ins Sägemehl. Mit oder ohne Fans.


Beat Moning


Nur Training, keine Wettkämpfe, keine Ziele. Die Schwinger hat das Coronajahr hart getroffen, es hagelte Absagen. Nun macht man sich schon Sorgen, wie es im neuen Jahr sein wird. Der Aarberger Florian Gnägi, Vizepräsident des Schwingklubs Biel – und als Vertreter des Bernisch-Kantonalen Schwingverbandes zusammen mit vier weiteren Schwingern aus den anderen Teilverbänden (Pirmin Reichmuth, Armon Orlik, Andreas Döbeli und Steven Moser) im Athletenrat – nimmt kein Blatt und schon gar keine Maske vor den Mund: «2021 muss wieder geschwungen werden. Wenn nötig mit Geisterschwingfesten.» Entsprechend hat vorgestern auch der Eidgenössische Schwingerverband Richtlinien erlassen. «Schwingfeste 2021 zu 100 Prozent Ja», steht auf der Website geschrieben.

Beitrag im «Bieler Tagblatt» vom 1.10.2020

Unter dem Patronat des Fussballklubs Täuffelen organisiert der Verein «Pro FC Täuffelen» das Seeländische Schwingfest  2021, das am 26./27. Juni stattfinden wird. Täuffelen war 2011 ein erstes Mal Austragungsort. Damals siegte Christian Stucki. Im Schlussgang bodigte er seinen Kollegen Florian Gnägi nach sechseinhalb Minuten mit Kurz und Nachdrücken am Boden. 2700 Fans sa hen dieses Finale zweier Seeländer. Zehn Jahre später rechnen die Organisatoren unter OK-Präsident André van den Heuvel, der schon beim ersten Mal das Zepter führte, mit 4000 Fans, inklusive 1000 Stehplatzzuschauern. Ob das möglich sein wird, ist aber noch völlig offen. André van den Heuvel steht mit seinem Team derzeit an vielen Fronten im Einsatz und diskutiert über mögliche Varianten der Durchführung. Grundsätzlich aber ist für ihn eines klar: «Wir freuen uns, die Schwinger bei uns zu begrüssen und wir werden alles daran setzen, dass auch geschwungen werden kann.» Bei allen möglichen Einschränkungen, die Vorfreude ist da. Ob das Vorhaben gelingt, einen Gewinn zu erwirtschaften und mit diesem Geld die Infrastrukturen beim FC Täuffelen auf Vordermann zu bringen, ist im Moment dahingestellt. «Wir hoffen es, wir werden es sehen.»